Henry D. Rottler: Wolfsgrau

Henry D. Rottler: WolfsgrauDem vernarbten und in Ungnade gefallenen Veteranen Huskgrim fällt die Verteidigung des tentakelartigen Bollwerks Grauweiler unverhofft in den Schoss. Gegen eine Übermacht und mit dem intriganten Waffenmeyster Tolbrasa im Genick macht sich Hauptmann „Brandywine“ Huskgrim jedenfalls keine allzu großen Illusionen über das ihnen zugedachte Schicksal. Mit den selbstmörderischen Sappeuren, einer Handvoll gepanzerter Ordensschwestern und Handelsfürst Bratok samt seinen Steppensöldnern versucht dieser bunt zusammengewürfelte Haufen Außenseiter das Unmögliche und bietet selbst einem rachsüchtigen, alten Gott die Stirn.

Ein rabenschwarzes Epos, welches das moralische Rüstzeug der Protagonisten auf den Kopf stellt. Der Autor rechnet schonungslos mit klassischen Helden und butterweichen Rollenverteilungen ohne Graustufen ab und formt seine Protagonisten trotz oder gerade wegen ihrer zahllosen Fehlern und Schwächen zu authentischen, raubeinigen Antihelden, mit denen man im Spannungsfeld zwischen offenkundiger Sympathie und hinterfragender Ablehnung mitfiebert und hofft, dass sie auf den letzten Seiten noch die (moralische) Kurve kriegen.

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